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Lesetipp: Achter Altersbericht „Ältere Menschen und Digitalisierung“

 

Der im August veröffentlichte Achte Altersbericht der Bundesregierung befasst sich mit der Entwicklung und Anwendung digitaler Technologien sowie mit deren Auswirkungen vor allem in den Lebensbereichen Wohnen, Mobilität, soziale Integration, Gesundheit, Pflege und mit dem Leben im Quartier. Der Bericht legt seinen Fokus darauf, welchen Einfluss die rasant fortschreitende Digitalisierung auf das Leben älterer Menschen hat und welche Möglichkeiten das Unterstützungspotenzial digitaler Technik bietet. Zentrales Ergebnis ist, dass die Digitalisierung älteren Menschen viele Chancen bietet, um möglichst lange ein selbständiges und eigenverantwortliches Leben im gewohnten Lebensumfeld führen zu können.

 

Bei der Vorstellung des Berichts sagte die Bundesseniorenministerin Dr. Franziska Giffey: „Die Digitalisierung birgt gerade auch für ältere Menschen ein riesiges Potenzial, das wir noch viel stärker ausschöpfen müssen. Es geht nicht nur um das Skypen mit den Enkelkindern oder Einkaufen übers Internet. Entscheidend dafür ist, dass wir die digitalen Angebote stärker an den Bedürfnissen ausrichten und die älteren Menschen dabei unterstützen, mit der Entwicklung Schritt zu halten. Zugleich gilt es, die digitale Kluft, die es innerhalb der älteren Generation gibt, abzubauen. Wir dürfen nicht zulassen, dass Seniorinnen und Senioren abgehängt werden, dass ihnen der Zugang zu digitalen Angeboten und damit auch zur Teilhabe versperrt ist“.

 

Handlungsfelder, Fallbeispiele, Herausforderungen & Chancen

Im Bericht werden aktuell verfügbare Technologien beschrieben und mittels fiktiver Fallbeschreibungen wird aufgezeigt, wie die Alltags- und Lebenspraxis älterer Menschen vor dem Hintergrund des aktuellen technischen Entwicklungsstandes bereits heute gestaltet werden könnte. Dabei werden die folgenden besonders wichtigen Lebensbereiche und Handlungsfelder in den Blick genommen: Wohnen, Mobilität, soziale Integration und Einsamkeit, Gesundheit, Pflege, Quartiers- und Sozialraumentwicklung. Welcher (potenzielle) Nutzen aber auch welche Herausforderungen mit der Entwicklung und Implementierung digitaler Technologien verbunden sind, wird anhand dieser sechs Lebensbereiche erörtert.

 

 

Hintergrund zum Altersbericht: Die Altersberichterstattung geht zurück auf einen Beschluss des Deutschen Bundestages aus dem Jahr 1994. Er gibt der Bundesregierung auf, in jeder Legislaturperiode einen Bericht zur Lebenssituation von älteren Menschen in Deutschland zu erstellen. Erarbeitet werden die Berichte von unabhängigen Sachverständigenkommissionen, die mit Expertinnen und Experten unterschiedlicher Fachrichtungen besetzt werden. Bislang sind folgende Altersberichte erschienen:

  • 1993: Erster Altersbericht „Die Lebenssituation älterer Menschen in Deutschland“
  • 1998: Zweiter Altersbericht „Wohnen im Alter“
  • 2001: Dritter Altersbericht „Alter und Gesellschaft“
  • 2002: Vierter Altersbericht „Risiken, Lebensqualität und Versorgung Hochaltriger – unter besonderer Berücksichtigung demenzieller Erkrankungen“
  • 2006: Fünfter Altersbericht „Potenziale des Alters in Wirtschaft und Gesellschaft. Der Beitrag älterer Menschen zum Zusammenhalt der Generationen“
  • 2010: Sechster Altersbericht „Altersbilder in der Gesellschaft“
  • 2016: Siebter Altersbericht „Sorge und Mitverantwortung in der Kommune - Aufbau und Sicherung zukunftsfähiger Gemeinschaften“

Die interdisziplinär zusammengesetzte Achte Altersberichtskommission unter der Leitung von Professor Dr. Andreas Kruse hatte den Auftrag herauszuarbeiten, welchen Beitrag Digitalisierung und Technik zu einem guten Leben im Alter leisten können. Die Kommission beendete ihre Arbeit bereits vor Ausbruch der Corona-Pandemie.

 

 

Achter Altersbericht

Achter Altersbericht (Kurzfassung)

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.bmfsfj.de/altersbericht. Über die Website haben Sie zudem die Möglichkeit, den Bericht kostenfrei als Printversion zu bestellen.  

 

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