Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg
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Förderprogramme | Neue Ausschreibung und aktuelle Meldung

 

Förderprogramm „Gemeinsam unterstützt und versorgt wohnen 2020/2021“

Mit dem Förderprogramm „Gemeinsam unterstützt und versorgt wohnen 2020/2021“ fördert das Ministerium für Soziales und Integration die Schaffung von ambulant betreutem gemeinschaftlichen Wohnraum für volljährige Menschen mit Unterstützungs- und Versorgungsbedarf sowie volljährige Menschen mit Behinderungen im Mietwohnungsbau in Baden-Württemberg.

 

Die meisten Menschen haben den Wunsch, auch bei zunehmendem Unterstützungs- und Pflegebedarf weiterhin so normal wie möglich, möglichst im selben Quartier und unter Beibehaltung ihrer persönlichen Bezüge zu leben. Zugleich bevorzugen auch viele Menschen mit Behinderungen anbieterverantwortete oder selbstverantwortete Wohnformen, wenn sie die Wahl haben und die erforderliche Unterstützung erhalten. Durch die Förderung passgenauer ambulant betreuter Wohnformen für Menschen mit Unterstützungs- und Versorgungsbedarf und für Menschen mit Behinderungen mitten im Quartier wird ein entscheidender Beitrag zur Wohnraumversorgung im Land geleistet und die soziale Mietwohnraumförderung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau sinnvoll ergänzt. Zugleich werden hierdurch die Quartiersentwicklung und damit der gesellschaftliche Zusammenhalt im Land gestärkt.

 

Förderfähig ist der Neubau von Mietwohnraum, der Erwerb von Mietwohnraum und Änderungs- und Erweiterungsmaßnahmen zur Schaffung von Mietwohnraum zu Zwecken des gemeinschaftlichen ambulant betreuten Wohnens im Sinne von § 4 Absatz 2 und 3 WTPG und § 2 Absatz 3 WTPG.

 

Anträge können ab dem 1. Februar 2021 gestellt werden und müssen bis spätestens 30. April 2021 vorliegen.

 

Fragen zum Programm und dessen Durchführung richten Sie bitte ausschließlich an Gemeinsamwohnen@sm.bwl.de.

 

Bitte beachten: Die zur Antragstellung erforderlichen Formulare werden zeitnah an dieser Stelle und auf der Seite des Sozialministeriums veröffentlicht.

 

Förderaufruf „Gemeinsam unterstützt und versorgt wohnen 2020/2021“ einschließlich Merkblatt (PDF)

 

                                                                                                                                                                    

 

 

Ministerium für Soziales und Integration fördert Präventionsnetzwerke gegen Kinderarmut mit rund 623.000 Euro

Armut bedeutet weit mehr als nur ein finanzieller Mangel. Armutsgefährdung ist oft mit eingeschränkten gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten und schlechterer sozialer Integration verbunden. In Baden-Württemberg sind Kinder und Jugendliche deutlich stärker von Armut betroffen als die Gesamtbevölkerung.

 

Dies kann erhebliche und lebenslange Auswirkungen auf die Teilhabechancen auch in anderen Lebenslagen haben, wie z. B. Gesundheit, Wohnung und Wohnumfeld, Bildungschancen etc. Hier setzt das Land mit der neuen Förderung von Präventionsnetzwerken gegen Kinderarmut an.

 

„Wir dürfen nicht nachlassen, aktiv und gemeinsam gegen Kinderarmut vorzugehen“, sagte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha am Mittwoch (2. Dezember) in Stuttgart anlässlich der Bekanntgabe von neun Projektstandorten, die das Land mit insgesamt rund 623.000 Euro bei der Prävention gegen Kinderarmut unterstützt. Im Rahmen des Förderaufrufes „Präventionsnetzwerke gegen Kinderarmut – Erkennen und Weiterentwickeln von lokalen Präventionsketten“ werden Projekte in den Stadtkreisen Heilbronn und Pforzheim sowie in den Landkreisen Ravensburg, Karlsruhe (2), Rems-Murr-Kreis, Konstanz, Tübingen und Esslingen für einen Zeitraum von zwei Jahren gefördert.

 

„Kinder haben ihr Leben noch vor sich, sie wollen gestalten und selbstbestimmt leben. Dies gilt es zu unterstützen und zu fördern – unabhängig vom Sozialstatus und Einkommen der Eltern“, so der Minister weiter.

 

Nachhaltige Unterstützungsangebote

Die geförderten Präventionsnetzwerke gegen Kinderarmut behandeln vielfältige Themen. Neben Gesundheit oder Teilhabe werden in den Projekten Handlungs-felder wie Familienbildung, Sprache und Spracherwerb, Bildung und Übergänge, Wohnen und Sozialraum in den Blick genommen. Ergänzend unterstützt werden die Präventionsnetzwerke durch regelmäßige Vernetzungstreffen, die auch zum Austausch untereinander dienen.
Der Förderaufruf ist Teil der Strategie „Starke Kinder – chancenreich“ und des dazu gehörenden Schwerpunktjahres 2020 gegen Kinderarmut in Baden-Württemberg. Mit ihr hat das Ministerium für Soziales und Integration ein umfangreiches Paket an nachhaltigen Unterstützungsangeboten geschnürt, um Kinder und Jugendliche zu stärken.

 

Strategie „Starke Kinder – chancenreich“

 

Aufbau von Präventionsnetzwerken

Eine Bilanz der sechs Präventionsnetzwerke gegen Kinderarmut, die 2018/19 im Rahmen des Förderaufrufs „Aktiv und gemeinsam gegen Kinderarmut und für Kindergesundheit“ vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg eine Förderung erhielten, formuliert unter anderem so genannte Gelingensfaktoren für den Aufbau von Präventionsnetzwerken. Diese im Auftrag des Ministeriums für Soziales und Integration von der FamilienForschung im Statistischen Landesamt erstellte Bilanz ist eine geeignete Handreichung für Standorte, die ganz neu ein Präventionsnetzwerk gegen Kinderarmut aufbauen oder ein bestehendes ausweiten wollen:

 

Handreichung Präventionsnetzwerke

 

                                                                                                                                                                    

 

 

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