Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg
Sie sind hier: HomeAktuelles

Rückblick Regionalkonferenz „Quartier 2020“ für Zollernalb | 07.10.2019

 

Am 07. Oktober 2019 kamen rund 60 Interessierte aus Kommunalverwaltungen, Kirchen, Vereinen und weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen zur dritten Regionalkonferenz der Landesstrategie „Quartier 2020 – Gemeinsam.Gestalten.“ nach Balingen. Die Konferenz fand in Kooperation mit dem Zollernalbkreis statt. Die Teilnehmenden aus der Region Zollernalb und NeckarAlb kamen zusammen, um sich unter dem Motto „Unsere Gemeinschaften stark machen, unsere Kommunen voranbringen“ zu vernetzen und über ihre örtliche Quartiersarbeit auszutauschen.

 

Landrat des Zollernalbkreises Günther-Martin Pauli und Staatssekretärin Bärbl Mielich, Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg, eröffneten die Veranstaltung. Dabei betonte die Staatssekretärin, dass die Zukunft vor Ort in den Quartieren liege. „Gerade das gemeinsame Engagement unterschiedlichster Akteure trägt dazu bei, dass Quartiersarbeit nicht nur attraktiv ist, sondern auch gelingt.“, so Mielich weiter. Die vom Sozialministerium vorgestellten Förderprogramme, Beratungs-, Vernetzungs- und Qualifizierungsangebote der Landesstrategie „Quartier 2020 – Gemeinsam.Gestalten.“ können bei ebendieser Entwicklung starker Gemeinschaften in den Kommunen helfen.

 

Im Fokus der Veranstaltung stand die konkrete Quartiersarbeit vor Ort. In vier Arbeitsgruppen konnten die Teilnehmenden Praxisbeispiele kennenlernen, Chancen und Herausforderungen einzelner Projekte besprechen und sich mit anderen Akteuren aus der Region vernetzen. Die Arbeitsgruppen widmeten sich den folgenden Themen:

  • Offene Treffpunkte für Jung & Alt – Wie gelingt es, lebendige Orte der Gemeinschaft aufzubauen? Hierzu erörterte Brigitte Wild vom Generationen-Treff Rangendingen, wie Unterstützung im Alltag unkompliziert angeboten werden kann. Außerdem wurden am Beispiel Balingen (Anne Bohn) Potenziale und Leistungen von Mehrgenerationenhäusern diskutiert. Nicole Saile vom Gemeinsamen Kommunalen Kompetenzzentrum Quartiersentwicklung (GKZ.QE) moderierte die Arbeitsgruppe.
  • Gemeinschaftliches Wohnen im Alter – Welche Wohnformen kommen in Frage, um in vertrauter und gemeinschaftlicher Umgebung alt zu werden? In der von Thomas Kallenowski, Fachstelle ambulant unterstützte Wohnformen Baden-Württemberg, moderierten Arbeitsgruppe standen alternative Wohnformen im Alter im Mittelpunkt. Nathalie Küster, Landratsamt Tübingen, berichtete vom Förderprogramm Pflege-WGs des Landkreises. Der Vorsitzende des Kreisseniorenrats Tübingen und Vorstand der Dorfgemeinschaft Kiebingen e.V., Michael Lucke, berichtete von seinen Erfahrungen mit der lokalen Selbstverantworteten Wohngemeinschaft.
  • Teilhabe von Menschen mit Demenz – Welche Möglichkeiten der Teilhabe und Unterstützung brauchen demenzerkrankte Menschen und ihre Angehörigen? In dieser Arbeitsgruppe stand nicht nur die Perspektive der demenzerkrankten Menschen im Fokus, vielmehr wurde der Blick auch auf die pflegenden Angehörigen gerichtet. Heide Rath vom Pflegestützpunkt der Stadt Balingen sowie Gabriele Glocker, Aktionsbündnis Demenz Singen/Hegau, berichteten dazu aus der Praxis. Moderiert wurde die Arbeitsgruppe von Sabine Fels von der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg e.V.
  • Stadt-/Ortsteilentwicklung und Mobilität – Wie können die Stadt- bzw. Ortsteile und die Mobilitätsangebote sinnvoll ergänzt werden, damit Ärzte, Ämter und Geschäfte für alle erreichbar bleiben? Zum Thema alternative Mobilitätsangebote stellte Rudolf Buckenmaier (Bürger helfen Bürgern e.V., Bisingen) das lokale Bürgerauto vor. Lisa Weigert, Stadt Hechingen, berichtete vom Quartiersentwicklungsprozess in der Hechinger Oberstadt und wie dort Strukturen entwickelt werden, die zur Verbesserung des nachbarschaftlichen Miteinanders beitragen. André Guzzardo, Disporahaus Bietenhausen e.V., berichtete von seinen Erfahrungen mit dem Aufbau des örtlichen Dorfladens „Unser Lädle“. Dr. Jens Ridderbusch, stellvertretender Leiter der FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt, moderierte die Arbeitsgruppe.

Die Dokumentation mit Fotoimpressionen von der Veranstaltung und den Ergebnissen der Arbeitsgruppen wird in Kürze veröffentlicht.

 

Wir bedanken uns beim Landratsamt Zollernalbkreis, dem Gemeinsamen Kommunalen Kompetenzzentrum Quartiersentwicklung von Städtetag, Gemeindetag und Landkreistag, der Fachstelle ambulant unterstützte Wohnformen Baden‐Württemberg, der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg e.V. und der FamilienForschung Baden-Württemberg sowie allen weiteren Mitwirkenden für die hervorragende Zusammenarbeit!

Zurück