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Startschuss für StadtLabore zur inklusiven Quartiersentwicklung

 

Neue Formen der Quartiersentwicklung erproben – das ist das Ziel von StadtLaboren zur inklusiven Quartiersentwicklung. Bei Experimentier- und Lernwerkstätten vernetzen sich neun Städte aus Baden-Württemberg. Die insgesamt 13 ganztägigen Workshops finden seit diesem Sommer statt.

 

In den kommenden 18 Monaten wird sich jede der Städte mit Expertisen und Erfahrungswissen einbringen und neue Konzepte erproben. Im Austausch mit den anderen Städten erhält sie anschließend wertvolle Rückmeldungen. Der Städtetag bietet die Plattform zum Vernetzen und Austauschen und stellt den Städten fachliche Expertinnen und Experten zu ausgewählten Themenschwerpunkten zur Seite.

 

„Die Mitwirkenden der neun Städte bringen geballtes Fachwissen und einen reichen Erfahrungsschatz mit“, freute sich Gudrun Heute-Bluhm, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Städtetags, „sie arbeiten in unterschiedlichen Bereichen der Verwaltung und schauen daher aus ganz verschiedenen Blickrichtungen auf die inklusive Quartiersentwicklung.“ In einigen Städten liege der Fokus auf Baumaßnahmen, in anderen gehe es vorrangig um soziale Aspekte. Diese Vielfalt und Interdisziplinarität sei gewollt und bereichere den Austausch im Rahmen der StadtLabore.

 

An den StadtLaboren nehmen die Städte Bad Krozingen, Filderstadt, Freudenberg am Main, Friedrichshafen, Heidelberg, Karlsruhe, Konstanz, Salach und Ulm teil.

 

Jede Stadt stellte beim Auftakttreffen ihr Quartier anhand eines Luftbildes vor. Während einige Quartiere erst noch geplant werden, wird in anderen Städten ein bestehendes Quartier betrachtet. Trotz der unterschiedlichen Stadtgrößen, Quartiersentwicklungen und Fachlichkeiten wurde schnell klar: Die Städte treiben ähnliche Herausforderungen um, sie befassen sich mit vergleichbaren Fragestellungen. Das führte schnell zu einem lebendigen Austausch zwischen den Teilnehmern.

 

Der Städtetag gestaltet mit seiner Fachberaterin Ina Mohr den Rahmen für den Austausch: „Wir haben verschiedene Kooperationspartner eingebunden, um die Städte gut begleiten zu können. Uns ist wichtig, dass praxisnahe und übertragbare Methoden und Formate entstehen, die allen unseren Mitgliedsstädten zur Verfügung gestellt werden können. Dazu haben wir unter www.inklusive-quartiere.de eine digitale Plattform für die StadtLabore eingerichtet, die nach und nach gefüllt wird“, so Mohr.

 

Die StadtLabore werden gefördert aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg im Rahmen der Landesstrategie „Quartier 2020 – Gemeinsam.Gestalten.“ des Ministeriums für Soziales und Integration. Dr. Angela Postel, Referatsleiterin für Pflege und Quartiersentwicklung, kam deshalb zum Auftakttreffen. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion sprach sie gemeinsam mit Gudrun Heute-Bluhm und den Bürgermeistern Julian Stipp (Salach), Volker Kieber (Bad Krozingen) und Roger Henning (Freudenberg) über die Einbettung der StadtLabore in die politische Agenda. Dr. Angela Postel: „Wichtig für eine nachhaltige Quartiersentwicklung ist der gemeinsame Wille der kommunalen Entscheidungsträger, der Bürgerschaft und der lokalen Schlüsselakteure. Hierzu bedarf es einer engagierten Kommune, der als „Motor im Sozialraum“ eine wichtige Koordinierungsfunktion zukommt. Die hier mitwirkenden Kommunen stellen dies eindrücklich unter Beweis.“

 

„Vor den teilnehmenden StadtLaboren liegt nun viel Arbeit“, sagte Gudrun Heute-Bluhm zum Abschluss, „ich habe den Eindruck gewonnen, dass sie das Projekt sehr motiviert, ich möchte fast sagen euphorisch angehen werden.“

 

Flyer

 

Kontakt

Ina Mohr (Städtetag Baden-Württemberg, Fachberatung Quartiersentwicklung)

0711 22921-33

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