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Ideenwettbewerb Bürgerschaftliche Mobilitätskonzepte

 

Die Entwicklung innovativer und integrierter Mobilitätskonzepte unter Einbezug aller Verkehrsträger kann einen wesentlichen Beitrag leisten, um die Mobilität aller Bevölkerungsgruppen, insbesondere in ländlichen und nachfrageschwachen Regionen, unabhängig vom Einkommen und Alter auch in Zukunft zu gewährleisten. Eine effiziente und ressourcenschonende Gestaltung individueller und öffentlicher Systeme kann dabei durch die Verknüpfung unterschiedlicher Organisationsformen und mithilfe einer interkommunalen Zusammenarbeit erfolgen, die nicht an Raum- und Systemgrenzen endet.

 

Ziel des Ideenwettbewerbs mit dem Titel „Kooperative Mobilitätskonzepte im Ländlichen Raum: Wie lassen sich bürgerschaftliche oder unternehmerische Sharing-Konzepte durch Autohäuser/-werkstätten/-händler professionell unterstützen?“ ist die Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und des Zusammenhalts durch eine Verbesserung der Erreichbarkeitsverhältnisse vor Ort sowie die Begleitung der Projektumsetzung durch eine umfassende und aktive Bürgerbeteiligung.

 

Denn Sharing-Konzepte oder Bürgerbusinitiativen können zwar ein wichtiger Baustein für die Mobilitätswende und gesellschaftliche Teilhabe sein, allerdings kommen bürgerschaftlich wie unternehmerisch getragene Aktivitäten häufig an ihre Grenzen, wenn professionelle Tätigkeiten wie zum Beispiel Fahrzeugservice, Bereitstellung oder Wartung der notwendigen Infrastrukturen erforderlich sind. Ohne diese Tätigkeiten lassen sich kooperativ ausgerichtete Mobilitätskonzepte aller Sharing-Arten jedoch nur schwer realisieren. Außerdem sucht das Kfz-Gewerbe angesichts klimaverträglicherer Antriebe und des sich wandelnden Nutzerverhaltens nach neuen Geschäftsmodellen durch fahrzeugorientierte professionelle Dienstleistungen.

 

Hier kann eine Win-Win-Situation geschaffen werden, indem das Kfz-Gewerbe gemeinsame Organisationsformen mit unternehmerischen oder ehrenamtlichen Mobilitätsbetreibern entwickelt. Im Rahmen des Ideenwettbewerbs können auch Mobilitätsangebote, basierend auf bereits vor Ort realisierten Vorarbeiten, mittels Förderung weiterentwickelt, professionalisiert und pilothaft umgesetzt werden.

 

Die Pilotprojekte werden über die gesamte Projektlaufzeit vom Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO wissenschaftlich begleitet. Das Fraunhofer IAO berät die Konsortien zu fachlichen Fragen und erstellt abschließend einen Leitfaden als Blaupause für Kfz-Gewerbe, Mobilitätsbetreiber und Kommunen, sodass erfolgreiche Projektergebnisse in der Breite umgesetzt werden können. Die Projekte sollen von März 2020 bis Ende 2021 laufen.

 

Informationen zur Bewerbung

Konsortien können sich ab sofort zusammenschließen und bis zum 17. Januar 2020 Projektideen einreichen.

 

Ein antragsberechtigtes Konsortium besteht aus mindestens drei Konsortialpartnern: mindestens einem kooperativ ausgerichteten Mobilitätsanbieter (z. B. Car-/Bike-/Ride-Sharing-Anbieter, Fahrradverleihsystem, Fahrdienst, Bürgerbus-Initiative oder Verein aus dem Mobilitätsbereich), mindestens einem KMU als professionellem Akteur aus der Wirtschaft (z. B. Auto-/Zweiradhaus/-werkstatt/-händler) und mindestens einer Gebietskörperschaft als kommunalem Akteur (z. B. Kommune, Stadt, Gemeinde).

 

Die Fördersumme je Konsortium ist auf 425.000 Euro begrenzt. Es handelt sich hierbei um eine Förderung nach der De-minimis-Beihilfe-Regelung.

 

Weitere Informationen sowie alle notwendigen Bewerbungsunterlagen finden Sie unter: www.wm.baden-wuerttemberg.de

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