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Rückblick | Quartier 2030 – Digitale Regionalkonferenz Rhein-Neckar-Kreis am 07. Dezember 2020

 

Am 07. Dezember 2020 hatten der Rhein-Neckar-Kreis und das Ministerium für Soziales und Integration zur ersten digitalen Regionalkonferenz „Quartier 2030“ eingeladen. Gut 100 Aktive aus Kommunalverwaltungen, Kirchen, Vereinen und weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen folgten der Einladung und tauschten sich im neuen Online-Format unter dem Motto „Unsere Gemeinschaften stark machen, unsere Kommunen voranbringen“ über die örtliche Quartiersentwicklung aus.

 

Den Auftakt machten Stefan Dallinger, Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, und Staatssekretärin Bärbl Mielich, Ministerium für Soziales und Integration. Sie begrüßten die Teilnehmenden am Morgen per Videobotschaft und freuten sich, dass auch unter den aktuellen Bedingungen, ein Austausch der Quartiersakteure im Landkreis stattfinden kann. Gerade in Zeiten von Corona ist die Quartierarbeit von zentraler Bedeutung, „denn unterstützende Quartiere mit starken Gemeinschaften sind für uns alle wichtig“, so Staatssekretärin Bärbl Mielich.

 

Mit der Vorstellung der Landesstrategie „Quartier 2030 – Gemeinsam.Gestalten.“, zeigte Dr. Tobias Müller vom Quartiersreferat im Sozialministerium, wie die aktuellen Förderprogramme und Unterstützungsangebote (Beratung, Qualifizierung und Vernetzung), die Quartiersakteure bei ihren Vorhaben unterstützen können. Im Anschluss daran konnten die Teilnehmenden in der digitalen Plenumsrunde Ihre Fragen stellen und von eigenen Projektvorhaben zur Quartiersentwicklung berichten.

 

Anschließend stand der Erfahrungs- und Informationsaustausch zwischen den Praktikerinnen und Praktikern im Mittelpunkt. In fünf moderierten Arbeitsgruppen tauschten sich die Teilnehmenden zu den folgenden thematischen Schwerpunkten aus:

  • AG 1 | Offene Treffpunkte für Jung & Alt: Marianne Reißing von der LAG Mehrgenerationenhäuser leitete die Arbeitsgruppe „Offene Treffpunkte“, in der das Bürgernetzwerk und der Familientreff „MauKi“ in der Gemeinde Mauer und das Familienzentrum Bammental mit seinen vielfältigen Aufgaben präsentiert wurden. Im Fokus standen die Fragen, wie es gelingt, die Einwohnerinnen und Einwohner zu aktivieren und lebendige Treffpunkte der Gemeinschaft im Quartier aufzubauen.
  • AG 2 | Stadtteil-/Ortsteilentwicklung: In der zweiten Arbeitsgruppe konnten die Beispiele aus Bad Schönborn und Weinheim zeigen, wie Ortsteilkonferenzen und Stadtteilanalysen Ausgangspunkt für die örtliche Quartiersarbeit sein können. In Weinheim wurde die Entwicklung des Neubaugebiets Allmenäcker von vielfältigen Aktionen zur Bürgerbeteiligung begleitet. Frieder Hartung, Inhaber von Urbane Projekte & Konzeptionen in Stuttgart, moderierte diese Gruppe.
  • AG 3 | Kinder und Jugendliche gestalten ihr Quartier: Unter Leitung von Caroline Zielbauer, Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Baden-Württemberg, widmete sich diese Gruppe der Frage, wie Kinder und Jugendliche ihren Stadt- bzw. Ortsteil aktiv mitgestalten können. Jugendhearings, Stadtteilversammlungen für unterschiedliche Altersgruppen sowie eine niedrigschwellige zugehende Jugendsozialarbeit (JuMo – Soziales auf der Straße) wurden als Praxisbeispiele aus Sinsheim, Mannheim und dem gesamten Rhein-Neckar-Kreis präsentiert.
  • AG 4 | Älterwerden im Quartier: Wie Stadt- und Ortsteile gestaltet sein müssen, um in vertrauter und gemeinschaftlicher Umgebung zu leben und alt zu werden, war Schwerpunkt der vierten Arbeitsgruppe, die Wolfgang Maier von der Stabsstelle Sozialplanung des Rhein-Neckar-Kreises leitete. Vorgestellt wurden die Diakonische Hausgemeinschaften und das „Heidelberger Modell“ zur Quartiersentwicklung sowie das Projekt „Heimat im Alter, im Alter daheim“ der Stadt Sinsheim bei dem die Teilhabe- und Unterstützungsangebote für ältere Menschen mit Bürgerbeteiligung weiterentwickelt und verbessert werden.
  • AG 5 | Teilhabe von Menschen mit Demenz: In dieser Arbeitsgruppe standen der „Runde Tisch Demenz“ aus Weinheim und das „Nachtcafé für Senior*innen“ des Vereins habito e.V. aus Heidelberg im Mittelpunkt der Diskussion. Angeleitet von der Moderatorin Sabine Fels, Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg e.V., tauschten die Teilnehmenden ihre Erfahrungen aus bei der Entwicklung von Teilhabemöglichkeiten und Unterstützungsleistungen für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen.

 

Ulrich Schmolz, Leiter des Referats Quartiersentwicklung zeigte sich im abschließenden Gespräch mit Stefanie Jansen, Dezernentin Jugend und Soziales, Rhein‐Neckar‐Kreis begeistert, über die Vielfalt im Rhein-Neckar-Kreis und was bereits alles in den Kommunen vor Ort geleistet wird. Er betonte, „bei all diesen Projekten zeigt sich, dass es sich lohnt aktiv zu werden. Der Landkreis und die Landesstrategie „Quartier 2030“, können die Kommunen bei der Umsetzung ihrer Ideen und Projekten unterstützen und somit zur Verwirklichung des Quartiersgedankens in den Gemeinden und Städten im Rhein-Neckar-Kreis beitragen.“

 

Die Grußworte sowie die Materialien aus den Arbeitsgruppen finden Sie hier:


Regionalkonferenz Rhein-Neckar-Kreis

 

 

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden der digitalen Regionalkonferenz Rhein-Neckar-Kreis. Schön, dass Sie dabei waren und mitgewirkt haben. Wir wünschen Ihnen alles Gute und bleiben Sie gesund!

 

 

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