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Stark durch Gegenseitigkeit – Selbsthilfe im Vor- und Umfeld von Pflege | Praxisbericht zum Projekt „Emin Eller e.V.“

Der Förderverein „Emin Eller“ (dt. „in sicheren Händen“) betreibt zwei Wohngemeinschaften, die sich speziell an Seniorinnen und Senioren mit Hilfsbedarf oder einer Demenzerkrankung richten. Eine Besonderheit ist dabei, dass es sich jeweils um eine deutsch- und türkischsprachige WG handelt, die sich an die kulturellen Hintergründe der Bewohnerinnen und Bewohner anpasst. In der Pflege-WG organisieren die Bewohnerinnen und Bewohner sowie deren Angehörige das Leben weitgehend selbstständig: So kann zum Beispiel türkisch gekocht und die Wohnung mit eigenen Möbeln eingerichtet werden. Durch den gemeinsamen Ess- und Wohnbereich samt Terrasse mit Garten können die bis zu acht Bewohnerinnen und Bewohner pro WG ihren Alltag gemeinsam verbringen – Einsamkeit und Isolation wird vorgebeugt.

 

Unterstützt wird das Leben in der WG durch einen Pflegedienst sowie Alltagsbegleiterinnen und Alltagsbegleiter, die alle sowohl deutsch als auch türkisch sprechen. Mit dem Konzept der zweisprachigen Pflege-WG können so auch Demenzkranke erreicht werden, die sich nur noch in ihrer Muttersprache unterhalten können, da durch die Krankheit später erlernte Sprachen vergessen wurden. Die Kommunikation in der Muttersprache trägt dazu bei, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner schnell heimisch fühlen. » Weiterlesen

 

 

Der Förderverein Emin Eller e.V. war auch als Modellstandort am Projekt „Selbsthilfe im Vor- und Umfeld von Pflege – Stark durch Gegenseitigkeit“ beteiligt, welches vom Landesseniorenrat Baden-Württemberg e.V. und dem Entwicklungswerk für soziale Bildung und Innovation Baden-Württemberg e.V. durchgeführt wurde. Dieses Projekt wurde vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg unterstützt. Das Ziel war es in vier ausgesuchten Modellquartieren den Auf- und Ausbau von Selbsthilfearrangements im Vor- und Umfeld von Pflege vor Ort anzustoßen.

 

Sie wollen auch Angebote vor Ort aufbauen? Wenden Sie sich für weitere Informationen an die „Agentur Pflege engagiert”. Eine Förderung Ihres Angebots können Sie durch die Gemeinde, die Stadt oder den Landkreis sowie das Land und die Pflegekassen erhalten.

 

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