Veranstaltungsrückblick
24. Februar 2026 | Regionalkonferenz Landkreis Calw
„DEN DEMOGRAFISCHEN WANDEL GESTALTEN, SORGENDE GEMEINSCHAFTEN AUFBAUEN, LEBENDIGE QUARTIERE ENTWICKELN“
Unter dem Motto „Den demografischen Wandel gestalten, sorgende Gemeinschaften aufbauen, lebendige Quartiere entwickeln“ lud der Landkreis Calw gemeinsam mit dem Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration und der FaFo im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg zur 14. Regionalkonferenz „Quartier 2030“ in das Hoffnungshaus Calw-Wimberg ein. Rund 90 Teilnehmende folgten dieser Einladung und kamen am 24. Februar 2026 zusammen, um neue Impulse für eigene Projektvorhaben aufzugreifen. Das Veranstaltungsprogramm finden Sie hier.

Die Begrüßung übernahm Tobias Haußmann, Dezernent für Jugend, Soziales und Integration im Landratsamt Calw. Auch Stephan Thönneßen, Standortleitung des Hoffnungshauses Calw, hieß die Teilnehmenden im Anschluss in den Räumlichkeiten der Hoffnungsträger Stiftung herzlich willkommen. Es folgte ein spannender Vortrag von Prof. Dr. Paul-Stefan Roß, Duale Hochschule Baden-Württemberg und Gemeindenetzwerk Bürgerschaftliches Engagement, zum Thema „Verantwortungsgemeinschaften vor Ort – was uns alle angeht, können wir nur gemeinsam lösen!“ Prof. Dr. Roß führte aus, dass laut dem „Stakeholder-Prinzip“ alle, die von einem Vorhaben oder einer Problematik betroffen sind, in die Suche nach einer Lösung miteinbezogen werden müssen, d.h. wer etwas zur Lösung beitragen kann, sollte beteiligt werden. Zur Gewährleistung von Daseinsvorsorge tragen (in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen) die vier gesellschaftlichen Sektoren bei: Gemeinschaften, Vereinigungen, Staat und Markt. Die vollständige Präsentation finden Sie hier.

Ein weiterer Programmpunkt war die Vorstellung der Landesstrategie „Quartier 2030 – Gemeinsam.Gestalten.“ durch Dr. Tobias Müller, Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg. Ebenfalls vertreten waren die Partnerinstitutionen der Landesstrategie: Expertinnen und Experten des Gemeinsamen Kommunalen Kompetenzzentrums Quartiersentwicklung (GKZ.QE), der Allianz für Beteiligung, der Koordinierungsstelle Quartiersakademie, der Fachstelle ambulant unterstützte Wohnformen (FaWo) und der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg zeigten gemeinsam auf, wie Quartiersaktive bei ihren Vorhaben vor Ort durch die Beratungs-, Förder- und Qualifizierungsangebote der Landesstrategie unterstützt werden können. Nach einer kurzen Erfrischungspause hatten die Teilnehmenden dann in zwei Runden die Möglichkeit, verschiedene Themen in kleineren Gruppen zu vertiefen und sich auszutauschen. Angeboten wurden die folgenden Themen-Cafés: „Einstieg in die Quartiersentwicklung“, „Treffpunkte für Jung und Alt“, „Sorgende Gemeinschaften – Aufbau von Nachbarschaftsnetzwerken“ sowie „Wohnen im Alter – wie lassen sich innovative Wohnprojekte realisieren?“. Weitere Informationen und Materialien zu den Themen-Cafés finden Sie weiter unten auf dieser Seite.
Mit der gemeinsamen Verabschiedung klang die Veranstaltung nach den Themen-Cafés aus. Wir danken allen Mitwirkenden für das rege Interesse an der Regionalkonferenz. Schön, dass Sie dabei waren!
Themen-Cafés
A) Einstieg in die Quartiersentwicklung
Wie lassen sich Projekte zur Dorf-/ Stadtteil-/ Quartiersentwicklung in den Kommunen anschieben? Welche Formate eignen sich, um Bürgerinnen und Bürger hieran zu beteiligen? Wie lassen sich nachhaltige Wirkungen erzielen?
Moderation: Gabi Eckert und Rebecca Waldenmeier, Gemeinsames Kommunales Kompetenzzentrum Quartiersentwicklung (GKZ.QE), Fotodokumentation
Hauke Hamann, Allianz für Beteiligung e.V., Präsentation
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B) Treffpunkte für Jung & Alt
Wie können Austausch und Begegnung in niedrigschwelligen Treffpunkten für alle Generationen gefördert werden? Wie kann ein gelingendes Miteinander entstehen?
Lena Abdi, Gemeinde Ostelsheim, Projektleitung Ostelsheimer Dorf-Café
Johanna Benz-Spies, Menschenräume MGH Mengen, freie Beraterin
Moderation: Carolin Krumbein, FamilienForschung, Statistisches Landesamt
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C) Sorgende Gemeinschaften – Aufbau von Nachbarschaftsnetzwerken
Wie lassen sich Nachbarschaftsnetzwerke aufbauen, die Hilfeleistungen für Jung und Alt erbringen und soziale Aufgaben vor Ort koordinieren?
Claudia Ollenhauer, Sorgende Gemeinschaft Oberes Enztal
Tina Belloff-Hadwiger, „für uns“ in Oberreichenbach e.V., Präsentation
Rosario Moser, Menschen helfen Menschen e.V., Geschäftsstellenleitung
Moderation: Dr. Andrea Keller, Koordinierungsstelle Quartiersakademie Baden-Württemberg
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D) Wohnen im Alter – wie lassen sich innovative Wohnprojekte realisieren?
Wie können innovative Wohnprojekte für das Wohnen im Alter realisiert werden? Welche Immobilien eignen sich dafür, wie kann sich das rechnen?
Anita Burkhardt, Bürgergenossenschaft Neuweiler eG
Moderation: Susanne Horbach, Fachstelle ambulant unterstützte Wohnformen (FaWo)